Geleitwort

... zunächst war es nur eine Laune

als ich nach langen Jahren einmal wieder eine Burg besuchte - die Burg Rheinstein, angestachelt von meiner lieben kleinen - damals 5-jährigen - Désiré.
Sofort erwachte die alte Leidenschaft für diese unheimlichen - aber auch unheimlich schönen Gemäuer ... und da stand auch Ivenhoe plötzlich wieder auf, die Schwerter blitzten, und die Faszination an Burgen vereinnahmte mich dermaßen, dass ich in den damals folgenden Tagen an die 10 Burgen besuchte.

Kurz danach fuhr ich in meiner Tätigkeit als Computertrainer kreuz und quer durch ganz Deutschland und gönnte mir nach den ersten erfolgreichen Tage stets ein gutes Essen in der jeweils neuesn Stadt. Doch bald konnten mich die Menüs nicht mehr reizen, und ich hielt Ausschau nach einer anderen Freizeitbeschäftigung, die mir mehr Erinnerungen hinterlassen würde als einen vollen Bauch ... und so wuchs der Gedanke, ob es auf meinen Touren nicht auch hier und dort eine Burg 'oder sowas' gäbe. Und alsbald kam denn auch der Tag, der alles verändern sollte:

Ich stöberte in Tübingen in einem Antiquariat herum und kaufte ein Buch ... als aus diesem ... Du lieber Gott ... eine 1,20 m hohe und fast ebenso breite Deutschlandkarte herausfiel, auf der es vor Punkten nur so wimmelte ... und als ich die Legende las ... war ich dem Herzinfarkt nahe ...:
Burgen, Burgruinen, Wasserburgen, Wasserburgruinen, Klöster, Klosterruinen, und so weiter. Kurz: Eine herrliche Karte mit 1000en von Pünktchen und Fähnchen quer über die ganze Republik.
Nun hatte ich, was ich wollte, und ab sofort wurde die Autobahn zur Nebenstrecke degradiert, und ich schlich mich fortan auf Landwegen zu meinen Zielen.
Im Verbund mit meiner neusten Errungenschaft, einer Digitalkamera, 'sammelte' ich in den folgenden 2 Jahren an die 200 Burgen und Schlösser.

Neben der körperlichen Ertüchtigung, die das viele Klettern auf Türme mit sich brachte, benötigte ich aber zunehmend Geld für Bücher, Hefte und Eintritt. So beschränkte sich mein abendlicher Dinner alsbald wieder auf die kleine Pizza nebenan. So habe ich mitterlweile über 200 Bücher von Burgen, Burgenbau, Mittelalter und Geschichte (Religion und Philosophie hatte ich zum Glück schon genug aus meinem Studium) und bin seit dem von Geschichte nicht mehr wegzukriegen.

Dann ging alles ganz schnell ... nachdem ich all meine Freunde mit dem Mittelaltervirus infiziert hatte und sie meine wachsende Bibliothek sahen, begannen einige Lehrerfreunde und -freundinnen zunächst, um etwas Literatur zu bitten, und schließlich darum, doch eine Website zu gestalten.

Eine furchtbare ...
furchtbar schöne Aufgabe. Ich machte mich also gleich daran
www.meine-ritterburg.de
für die kleineren Ritter und Maids zu konzipieren ...

und hier nun kommt
schleeburg.de
ein Bildungsprojekt
, das in Zusammenhang mit weiteren Domains, Printmedien, elektronsichen Büchern und Präsentationen ein echtes innovatives CrossMediaMessaging-Projekt darstellt.
Zielgruppen sind Schulen, Lehrer, Eltern und Kinder.
Ziel des Projektes ist ein innovativer Umgang mit den neuen Medien und alter Geschichte im Verbund: Lernen mit Spaß, interaktiv, kreativ ...

In diesem Sinne: Allerseits viel Spaß ... und Ihr werdet sehen, der Virus breitet sich bereits aus